Was ist ein Fachzahnarzt für Oralchirurgie?
Das zahnmedizinische Studium endet nach sechs Jahren mit der Approbation (Zulassung). Fachzahnarzt für Oralchirurgie dürfen sich Zahnärzte nach einer erfolgreich abgeschlossenen, mindestens vierjährigen Weiterbildung nennen. Die Weiterbildung kann nur in Vollzeit und hauptberuflich an zugelassenen Ausbildungsstätten absolviert werden.
Die oralchirurgische Ausbildung ist strengen Reglementierungen unterworfen und umfasst bestimmte Themengebiete und Behandlungsverfahren, unter anderem:
- Implantationen und knochenaufbauende Verfahren
- chirurgische Therapien im Ober- und Unterkiefer
- Behandlungen der Mundschleimhaut und der Weichgewebe im Kieferbereich
- traumatologische Behandlungen (z. B. Wiedereinsetzen von Zähnen nach Unfällen, Kieferbruch, Wundversorgungen)
- Entzündungen im Kiefer-Gesichtsbereich
Betäubungsverfahren (Lokalanästhesie, Dämmerschlaf (Analgosedierung)), Röntgen und die klinische Labordiagnostik sind ebenfalls Teil des Ausbildungsprogramms.
Was sind die Unterschiede zu „normalen“ Zahnärzten?
Insbesondere bei komplexen Eingriffen, zum Beispiel bei im Knochen liegenden Weisheitszähnen oder bei Operationen des Kiefers, ist eine Behandlung in einer spezialisierten oralchirurgischen Praxis in der Regel sinnvoll. Denn wir Oralchirurgen sind in diesem Bereich der Zahnmedizin besonders gut ausgebildet.